Statt schrammeliger Gitarren gibt es hier Achtziger-Synthesizer. Wer die Karriere der Strokes in den letzten Jahren mitverfolgt hat, dem ist dieser Trend zur Verweichlichung sicherlich nicht entgangen. Im Alter sinkt halt der Testosteronspiegel. Was bleibt, ist ein gutes Songwriting und die unverwechselbar und oft flehende Stimme von Julian Casablancas. Dieser hat seinem Faible für den Achtziger-Sound schon auf Solopfaden freien Lauf gelassen. Da wundert es auch nicht, wenn Mr. Casablancas in „Brooklyn Bridge To Chorus“ fragt, Songzitat:
And the eighties bands, where did they go.
Wo die ganzen Bands der 1980er hin sind, ist schwer zu beantworten. Aber ihr Sound ist geblieben und wird von The Strokes in Bestform dargeboten. Wem unser Titel der Woche gefallen hat, der sollte auch mal das neue Album „The New Abnormal“ testen, mit Songs wie „At the Door“ wissen The Strokes durchaus positiv zu überraschen.
Titel: Brooklyn Bridge To Chorus
Interpret: The Strokes
Album: The New Abnormal (VÖ 10.04.2020)
Label: RCA Records / Sony Music Entertainment
Weitere Titel in unserer Heavy Rotation in KW 16/2020
- Everlast – Slow Your Roll (feat. Aloe Blacc)
- Noga Erez – VIEWS (feat. Reo Cragun & ROUSSO)
- Max Raabe – Ich bleib zu Haus (feat. Samy Deluxe) [MTV Unplugged / Keno Hybro Remix]
- Dream Wife – Sports!
LOHROtation
Unsere akustische Präsentation aller fünf Titel der Heavy Rotation: