Der Junge Deutsche Film – Das Filmfestival im StadtHafen

11. März 2010 von Mirco

fish_x_web1Zentraler und größter Part von FiSH X ist wie jedes Jahr der bundesweite Wettbewerb Junger Film, bei dem die besten Kurzfilme von Jugendlichen bis einschließlich 27 Jahren aus Deutschland gezeigt und von einer Fachjury in öffentlichen Diskussionen bewertet werden. Darüber hinaus erwarten euch u.a. Filmemacherpartys, der junge Film aus Litauen und natürlich die Preisverleihung am Sonntag.

Bis zum Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge für den Jungen Film am 15. Januar haben uns fast 400 Filme erreicht, von denen die rund 40 besten im Rahmen des Wettbewerbs auf dem Festival zu sehen sein werden.

Mit über 4.200 Besuchern und insgesamt über 80 gezeigten Filmen auf dem FiSH 09 konnte FiSH seinem Ruf als größtes Festival für den jungen Film in Mecklenburg-Vorpommern im letzten Jahr mehr als gerecht werden. Um die Bedeutung des FiSH für MV als aufstrebendes junges Filmland noch weiter zu unterstreichen, hat der Ministerpräsident des Landes Erwin Sellering für FiSH X erneut die Schirmherrschaft übernommen.

Seit 2005 umfasst FiSH, das Festival im StadtHafen Rostock, ein internationales Programmfenster – das OFF Fenster -, mit welchem wir einen Blick auf die junge Filmszene eines unserer baltischen Nachbarländer werfen. Für das diesjährige OFF Lietuva im Rahmen von FiSH X vom 16. bis 18. April 2010 sind junge Filmemacher aus Litauen eingeladen.

fish_x_webAm Samstagabend, dem 17. April 2010, wird auf der FiSH-Bühne im M.A.U. Club im Rostocker Stadthafen eine Auswahl der besten Filme gezeigt, die die junge Filmszene Litauens zu bieten hat. Im Anschluss an jedes gezeigte Werk werden sich die jeweiligen Filmemacher dem Gespräch mit Moderator und Publikum stellen.

Zusammengestellt wird das internationale Kurzfilmprogramm OFF Lietuva in Zusammenarbeit mit den wichtigsten litauischen Nachwuchseinrichtungen und -festivals.

Weitere OFF-Programme in den Vorjahren waren:

2009 OFF Norge mit Gastland Norwegen

2008 OFF Eesti mit Gastland Estland

2007 OFF Danmark mit Gastland Dänemark

2006 OFF Suomi mit Gastland Finnland

2005 OFF Polska mit Gastland Polen

( Auszüge aus der Internetseite des FiSH X )

Was , wann, wo, auf dem Fish läuft, das erfahrt Ihr auf Lohro und hier im Blog.

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LOHRO 2.0. Der Programmrelaunch.

9. März 2010 von Ralph

Auf Dich kommt es an!

Einladung für Visionäre, Begeisterte, Skeptiker und Pragmatiker!

 Am 27. / 28. März findet in Niex das LOHRO  Beteiligungswochenende für alle LOHRO-Begeisterten, haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und FörderInnen statt.

Nach nunmehr fast 5 Jahren wollen wir gemeinsam das derzeitige Programm resümieren, vor allem aber neue Ideen für das Programm entwickeln sowie unsere zukünftige Arbeit diskutieren, visionieren und planen.

Unter externer Moderation hat Jeder die Chance, seine Ziele und Vorstellungen ein zu bringen. Kurze Materialien und Inputs zu Beginn führen in die Diskussion ein.

Zum Schluss wollen wir gemeinsam festlegen, wie wir die Ergebnisse im Programm zukünftig umsetzen. Egal, ob LOHRO-Hörer oder Mitmacher, Ihr seid herzlich eingeladen, das Wochenende mit uns zu verbringen.LOHRO hat sich dafür ins Schullandheim Niex eingemietet. Für Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt. Der Spass soll dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

 

Der Programmverantwortliche             Vorstand Kulturnetzwerk e.V.

Der Redaktionsausschuss                    Vorstand foerderverein.LOHRO e.V. 

 

Ablauf: (bisheriger Planungsstand)

Sonnabend

27.3.               bis 10:00 Ankunft

10:30 max. Start der Arbeitsphase

19:00 max. Ende Arbeitsphase

Sonntag

28.3.                              ab 10 Uhr Diskussion der Arbeitsergebnisse, Verabredungen 

Genaues Programm, Infos und Anmeldung unter Tel (0381) 6665757, antje.schneider@lohro.de oder demnächst auf der Website.

Welche Maßnahmen ergreift die Europäische Union zum Klimaschutz?

15. Februar 2010 von Marcel
Für eine saubere Welt

Für eine saubere Welt

Es gibt vier zentrale Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels. Alle konzentrieren sich auf die Einsparung von CO2.

Eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen ist das Modell des Emissionshandels.

Grundgedanke dabei ist es, CO2- Emissionen einen wirtschaftlichen Wert zuzuordnen und so Unternehmen zu belohnen, die CO2 einsparen.

Lohro berichtete bereits vor einigen Wochen ausführlich darüber.

Ein weiterer Beitrag der EU zum Klimaschutz ist die Idee, Kohlendioxid aus Verbrennungsabgasen abzuscheiden und anschließend unterirdisch zu lagern.

Dieses Verfahren steckt noch in den Kinderschuhen und ist in weiten Kreisen, besonders bei Umweltschützern, sehr umstritten.

Fraglich ist auch, ob es so schnell effizient genutzt werden kann, dass es wirtschaftlich rentabel bleibt.

Um das Klima zu schützen, strebt die EU eine drastische Steigerung der Energieeffizienz an.

Laut Berechnungen könnte eine Verringerung des Energieverbrauchs um 20% bis 2020 jährlich 800 Mio. Tonnen CO2 und 100 Milliarden Euro einsparen.

Besonderes Augenmerk liegt bei dieser Maßnahme auf drei Bereichen: Gebäudebau und –sanierung, Straßenverkehr und Verarbeitungsindustrie.

Zusammen machen sie 91% des Energieverbrauchs der Europäischen Union aus.

In der Förderung regenerativer Energien sieht die EU ähnlich hohe Chancen wie in der Steigerung der Energieeffizienz.

Durch entsprechende Maßnahmen sollen 600- 900 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

Besonders attraktiv wirkt dieses Konzept, weil es die Abhängigkeit von Rohstoffimporten, wie Öl, lockert und einen neuen Wirtschaftssektor weiträumig öffnet.

Mit diesen vier Maßnahmen und entsprechenden Projekten ist die Europäische Union bestrebt der Kampfansage von einer CO2- Reduktion um 20% bis 2020 zu entsprechen.

Ein Artikel von Julia R.

Die Klimaziele der Europäischen Union

15. Februar 2010 von Marcel
Zukunftsmusik?

Zukunftsmusik?

Am 27. Januar haben die Staaten der Europäischen Union die Klimaziele beschlossen, mit denen sie in weitere internationale Verhandlungen eintreten wollen.

Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen wurden noch keine spezifischen Ziele beschlossen.

Diese sollen von allen Staaten im Laufe des Jahres nachgereicht werden.

Die Beschlüsse der EU entsprechen den vorausgegangenen Ankündigungen.

Der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen soll bis 2020 um mindestens 20% verringert werden. Zeigen sich andere Industrie- und Entwicklungsländer bereit, ambitionierte Ziele ins Auge zu fassen, würde die EU sogar 30% der von ihr verantworteten Treibhausgase einsparen.

Mit diesem Beschluss hat sich die EU eindeutig dagegen entschieden,  im internationalen Klimaschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Denn laut Ergebnissen des IPCC reicht eine Reduzierung des CO2- Ausstoßes um 20% nicht aus, um eine Klimaerwärmung zu verhindern, die 2°Celsius überschreitet.

Der IPCC ist ein international anerkannter wissenschaftlicher Rat, der sich unter anderem mit den möglichen Folgen des Klimawandels beschäftigt. Laut dem IPCC birgt eine Erderwärmung um mehr als 2° extreme Risikofaktoren für Umwelt und Mensch.

Das nächste globale Treffen zum Klimaschutz wird im Dezember in Mexiko stattfinden.

Ein Artikel von Julia R.

Wir wollen nicht nur übers Wetter Reden sondern übers Klima diskutieren!

13. Februar 2010 von Marcel

Die Vertreter der großen und kleinen Länder dieses Planeten haben es ja nun definitiv verpaßt irgend etwas Sinnvolles in Sachen Klimaschutz auf die Beine zu stellen.

Natürlich stand es nie zur Debatte, dass auch wir in Deutschland etwas tun müssen und wollen. Die Zukunft hierzulande sollte also wohl eher nach dem Motto „Jetzt erst recht“ gestaltet werden.

Na das klingt doch wieder mal nach einer tollen Gelegenheit um zu zeigen, dass diese Gesellschaft von „unten nach oben“ regiert wird. Wenn die Anzugträger also im Winterschlaf verharren, dann liegt es jetzt also an Uns, unseren Nachkommen eine funktionierende Welt zu hinterlassen.

Und die Generationen von morgen nehmen ihr Schicksal natürlich am liebsten selbst in die Hand!

Doch wie soll man das anstellen? Warum haben die Herren Politiker das eigentlich nicht selber auf die Reihe bekommen? Und was ist jetzt überhaupt das konkrete Problem am Klimawandel?

Diese Fragen stellten sich am 4. Februar alteingesessene Experten und 50 junge Menschen im Ostseegymnasium in Evershagen.

Birgit Brenner, Expertin in Sachen Klimawandel, machte den Jungen und Mädchen klar, wie ernst es mit dem Klima unserer Erde bestellt ist und wie fatal die Folgen sind, wenn wir nicht schleunigst die CO2-Werte weltweit verringern. Johan-Georg-Jäger, Projektentwickler für Erneuerbare Energien und Mitglied von Bündnis90/Die Grünen, faßte die Ergebnisse in Kopenhagen noch einmal zusammen und analysierte, welche Rädchen nicht ineinander gegriffen haben, um ein klimafreundliches und für alle verbindliches Abkommen zu schaffen. Erschrocken vom Ausmaß und geflasht vom politischen Stillstand begannen die wißbegierigen Schüler dann mit Dr. Tanja Flehinghaus-Ruh, Multiplikatorin des Ökohauses, über ihre eigenen Möglichkeiten zu sprechen, wie die Erderwärmung verhindert werden kann. Das Publikum bestand sowohl aus kleinen Aktivisten, als auch aus Klima-Skeptikern, was die Debatte aber erst richtig interessant werden ließ. Es wurde aber nicht nur der individuelle Konsum hinterfragt. (Welches Obst kann ich wann essen? Kann man nicht auch mal mit Fahrrad zur Schule kommen, anstatt sich von Mutti fahren zu lassen? Oder wie sehe ich durch den Ökosiegel-Dschungel durch?). Die jungen Erwachsenen philosophierten auch über ihre globale Verantwortung in Sachen Umweltschutz und inwiefern man anderen Ländern helfen kann und vor Allem die ärmeren Staaten gerechter behandelt, als es bisher der Fall ist. Außerdem wurde geklärt, wie man sich in Gruppen und Organisationen richtig engagieren kann und wie auch die Schule für ein gutes Klima sorgen könnte (auch wenn sie das schon in den letzten Jahren vorbildlich versucht!).

Dabei waren die Experten bereit, alle Fragen zu beantworten, die inhaltlich teilweise sogar überraschend tief gingen. Das hat uns wieder einmal gezeigt: Der Wille zum Klimaschutz ist da! Und auch das Wissen darüber ist bei den jungen Menschen schon weit verbreitet.

Trotzdem steht außer Frage, dass das Thema „Klimawandel“ äußerst komplex ist und noch immer viel Fragen offen sind. Genau deswegen war Lohro da! Um gemeinsam mit den Experten Licht ins Dunkle zu bringen.

Unser Fazit: Es gibt zwar viele Fragen, doch erst wenn man sie stellt, wird man herausfinden, ob es auch genauso viel Antworten gibt…

Dankeschön an Alle, die dabei waren!

Ein Artikel von Erik S.

Die ersten Wochen

26. Januar 2010 von Maik

Owl+City+ADAM+YOUNG+3

Das Jahr 2010 ist nun schon ein paar Tage alt und man muss ganz ehrlich sagen es hat sich so einiges schon getan. Aus musikalischer Sicht konnte man sich bereits auf das neue Tocotronic Album “Schall und Wahn” freuen. Welches wohl eines der abwechslungsreichsten Alben der Band um Sänger  Dirk von Lowtzow seit Jahren ist.  Mit diesem neuen Material  im Gepäck wird man die Jungs wohl diesen Sommer auf dem einem oder anderen Festival erleben dürfen. Ab März geht es aber für die Wahlberliner  erstmal auf Klubtour durch Deutschland und Östereich. Aber Damit noch nicht genug den wirft man mal einen Blick auf die bereits Angekündigten  Alben will das Herz gar nicht mehr aufhören Freudensprünge zu machen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das Jahr 2009 – ein kleiner (subjektiver) musikalischer Überblick von Jule

8. Januar 2010 von Juliane

Folk, Shoegazer, weibliche Sirenen und “irgendwie anders” Bands waren im Jahr 2009 die Trends, die sich wie Kaugummi durch die Monate zogen. Nicht viele hielten sich bis zum Jahresende, aber genügend, um euphorisch durch den Raum zu tanzen.

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In der Folkszene wurde besonders das Debüt der Londoner Band Mumford and Sons gefeiert, die Band um Marcus Mumford, der sich schon als Schlagzeuger bei Laura Marling geübt hatte, kreierte ein altmodisch aber dennoch zeitloses Album, das mit Banjo, Harmonien a la Fleet Foxes und viel Hoffnung in den berauschend schönen Songtexten aufwartet und Herzen öffnet.

Mumford & Sons \”Winter Winds\”

Das Zweitlingswerk der ehemals als fröhlich bekannten Noah and the Whale war ebenso wie das zweite Album von Port O’Brien durch Schicksalsschläge und Verlust gezeichnet. Beide Bands konnten dadurch jedoch ihre Liebe zur Musik hervor heben und zeigen, dass sie auch jenseits der optimistischen Melodien Großartiges komponieren können. Diesen Beitrag weiterlesen »

Was wäre wenn und wie wäre es…

6. Januar 2010 von Mirco
kleines Radio ganz groß

kleines Radio ganz groß

Auch wir haben Vorsätze zum neuen Jahr. Euer Lohro will noch besser werden. Wir wollen uns noch tiefer bei Euch Einkratzen. Neben neuen Ideen, gibt es auch Fragen. Gefällt Euch Euer Radio so wie es ist? Wollt Ihr das es genau so bleibt? Wollt Ihr mehr Musik, oder wollt Ihr mehr Information? Wollt Ihr eine andere Morgensendung oder einen anderes Abendprogramm?

Oder ist es gut so, Euer Lohro? Nach 5 Jahren, wollen wir Euch hören. Wollen Eure Meinung zum Programm kennen. Helft uns, für Euch besser zu werden. Wir sind Eure Stimme in der Stadt. Wir haben die Musik die nicht jeder Sender spielt. Wir brauchen Euch nicht nur als Hörer. Wir brauchen Euch auch als Macher. Wo drückt es? Worüber sollten wir mehr berichten? Was können wir für Euch besser machen. Lohro soll keine Einbahnstrasse sein. Wir senden, Ihr hört. Nein, wir wollen mit Euch für Euch Radio machen. Mit Euren Ideen und Themen uns bereichern und Euch informieren. Wir machen keine Meinungen , wir geben sie wieder, machen sie öffentlich. Eure Themen und Meinungen sind unser Programm.

Ob Umwelt, Stadtpolitik oder Kulturlandschaft, unsere Redaktionen holen die Informationen auf den Sender. Plattentipp oder Veranstaltungshinweis, Lohro hat es und ist stolz darauf, mit Euch für Euch ein breites Programm zu machen.

Euch heißt aber wir. Wir wollen Themen und Probleme öffentlich machen. Wir wollen andere Musik als anders wo. Wir wollen ein Lokalradio, wo wir sagen was läuft. Genau das könnt Ihr haben, wenn Ihr uns unterstützt, mit Tipps, Anregungen und Kritik. Genau das könnt ihr auch selbst machen, bei Lohro. Mitmachen statt zuhören. Zuhören und Mitmachen. Alles ist möglich.

Was wäre, wenn Ihr uns informiert, was Euch eine information wert wäre? Wie wäre es, wenn Ihr andere selbst informiert? Wir haben ein offenes Ohr für Euch, wie ihr für uns. Meckern und Murren sind genau so willkommen, wie die Themen für eine Sendung. Lohro ist Euer Programm.

Wie wäre es, wenn Ihr es uns sagt?  Auf der Pinnwand unserer Internetseite oder am Telefon, per E-Mail, oder Fax. Wie wäre es aus Lohro, auch Dein Lohro zu machen? Die Möglichkeiten, haben wir geschaffen. Dank der vielen Unterstützer, gibt es uns. Dank der vielen unentgeldlichen Arbeit der vielen Ehrenamtler senden wir. Dank Dir und Dir und Dir, machen wir genau Dein Programm.

Willkommen bei Lohro. Das ist nicht nur ein Jingle im Programm, das meinen wir furchtbar ernst. Also schließt sich der Kreis. Dein Lohro, Deine Stimme, Dein Programm. Genau das sind unsere Vorsätze für unser Programm und für das neue Jahr.

Willkommen in der Zukunft!

Ausser Spesen nichts gewesen?

20. Dezember 2009 von Mirco

War das Alles? War das wirklich Alles?

Alles kann, aber niimages-1chts muß. Sicher hat man sich geinigt, die Erderwärmung zu stoppen. Nur wie das gehen soll, darüber wurde wieder gezankt, das man sich an einen Kindergarten erinnert füllt. 45 000 Vertreter schaffen es, sich nicht zu einigen. Es geht um Geld und um Industrieinteressen. Da ist die Meinung der Menschen auf den Straßen in Kopenhagen eher störend. Die Konferenz drohte an ihrem Sicherheitswahn zu ersticken. Aber der Versuch, die friedlichen Demonstrationen in die Gewaltecke zu drücken ist gescheitert.

Was von Kopenhagen bleibt, ist der Eindruck, das die Regierungen dieser Erde es nicht schaffen, sich auf die Genesung des Patienten Erde zu einigen. Jeder bringt ein eigenes Rezept mit, obwohl die Therapie bekannt ist. Nur ein rapides Senken des CO2 Ausstosses, kann die Erde retten. Doch jeder der Anwesenden, will die Krankheitskosten nicht zahlen.  Doch kann man sich freuen, das in Kopenhagen der Patient Erde nicht in die Diakonie abgeschoben wurde.

Sollten wir uns darüber freuen? Oder sollten wir selbst den Druck erhöhen? Sollten wir Produkte von Umweltsünderstaaten nicht mehr kaufen? Das wird uns hier schwer fallen. Das verrät der Blick in die Bekleidungsetiketten genauso, wie der Blick auf die Unterseite der neuen Festplatte. Alles Made in China. Dem Land mit dem höchsten CO2 Ausstoß. Doch zu lange , haben wir dem Treiben nach Gewinnoptimierung zugesehen. War ja billiger, was da aus China kommt. Jetzt ist es schwer, diese Produkte zu meiden.

2010 will man wieder verhandeln. Besser es wird gefeilscht um Industrieinteressen. Die Vergiftung des Planeten wird so lange weitergehen. Dann wird man sich wieder Treffen und feststellen, das es so nicht weitergehen kann. Doch dazu braucht es keine Konferenzen mehr. Das wissen wir und das wussten wir auch schon vor Kopenhagen.

Ja, das war Alles. Das war wirklich Alles.

2.Tag – Kopenhagen macht Klima

15. Dezember 2009 von Marcel

Morgens um 10.00 Uhr starteten die Demonstrationen mit der gewaltigen blauen Welle. Zwei charismatische Sprecher aus Südamerika brachten die blaugekleidete Menschenmasse im Zentrum von Kopenhagen in Wallung. Kontrollpunkte der Polizei, systematisch um den Stadtkern errichtet, filterten schon im Vorfeld potentielle Gefahrenquellen aus der Menschenmenge und kontrollierten auch den einen oder anderen Lohro-Redakteur. Zwei unserer Korrespondenten begaben sich auf einen heißen Tipp hin in das alternative Christiana–Viertel in der Hoffnung, aus erster Hand von einer unangemeldeten Alternativdemo berichten zu können. Eine Demo gab es zwar nicht, dafür jedoch haben die zwei Lohroisten einen exklusiven Eindruck vom Leben der Christianier bekommen, die dort abgeschieden vom Rest der Welt ihre eigene kleine Subkultur geschaffen haben. Anschließend trafen sich die Lohroisten zu einer Abschlusskonferenz im Kopenhagener Klimaforum. Während unsere Projektleitung dort eine Art Sammelstelle zum Filtern der eingegangenen Informationen einrichtete, stürzten sich unsere vier Redakteure wieder ins Getümmel. Team A begab sich als Vorhut zum Bella-Center, in welchem der Klimagipfel tagte, während Team B die Großdemonstration begleitete, die sich im Verlauf ihres Protestmarsches, ebenfalls zum Bella-Center, mit den verschiedensten Aktionsbündnissen vermischte. Auch der Schwarze Block mischte sich unter die Demonstranten und es dauerte nicht lange, bis die Polizei erste Verhaftungen vornahm, um einen friedlichen Ablauf der Proteste zu gewährleisten. Dummerweise erwischte es auch unser Lohro-Team, das die Demo begleitete. Unsere Vorhut am Bella-Center reihte sich unterdessen in die vielen Sicherheitsschleusen ein, um in das Center zu gelangen. Journalisten aus aller Welt trafen sich in den Vorhallen, um sich auszutauschen und auf den neuesten Stand bezüglich der Verhandlungen zu bringen.

Unterdessen bereitete unsere „Zentrale“ die bereits gesammelten Interviews, Kommentare und Vorträge auf, damit wir euch mit schön vielen Infos vom Zustand unserer Erde beliefern konnten.

Zusammengefasst gab es endlos viele Sicherheitskontrollen, viele Begegnungen mit Klimaverfechtern aus aller Welt, noch mehr Sicherheitskontrollen, Interviews mit Leitern der verschiedenen Aktionsbündnisse und „last but not least“: Sicherheitskontrollen.

20.00 Uhr war es schließlich soweit…

Mit den Worten „Guten Abend, ihr hört das Kopenhagen–Spezial, diesmal nicht aus der Mäggi, sondern aus einem gemütlichen Kopenhagener Café!“, meldeten sich unsere Moderatoren schließlich live.

Während der Sendung liefen natürlich unsere Telefone heiß, da wir über den Verbleib unserer inhaftierten Redakteure auf dem Laufenden bleiben wollten.

Pünktlich zum Sendeschluss dann die glückliche Nachricht, dass sie wieder auf freiem Fuß waren. Jeder, der uns am Samstag von 20.00  bis 22.00 Uhr gehört hat, kann sich sicher vorstellen, dass diese Nachricht zu keinen besseren Zeitpunkt hätte eintreffen können.

Punkt 22:01 Uhr stellten wir schließlich den Sendebetrieb ein, übergaben an die Nightraxx–Truppe und machten uns wieder auf dem Weg zum Klimaforum, um den Tag mit einer Wiedersehensparty ausklingen zu lassen.